»Keys of hope« – Hoffen auf Heimat

Eine faszinierende Ausstellung wird durch eine besondere Vernissage und eine ebenso besondere Finissage gerahmt. Denn die Vernissage führt schon hinein in die Welt, die durch die Ausstellung weiter erschlossen wird. Mohannad Raslan floh als Jugendlicher selbst aus Syrien und hat darüber ein Buch verfasst, aus dem er während der Vernissage liest. Seine Lesung wird gerahmt durch Musik von professionellen Musikern mit Fluchthintergrund; für das leibliche Wohl ist auch mit gesorgt.


Vernissage:   18.12.2018 • 18.00 h • Lesung Mohannad Raslan
Ausstellung:  18.12.2018 bis 13.01.2019 • täglich inkl. Feiertage
Finissage:      13.01.2019 • 16.00 h • mit Erzählcafé 

Die Ausstellung selbst verdichtet sich in den Fotos von Schlüsseln auf einer Handfläche. Diese sind zugleich das zentrale Motiv der Kampagne von Caritas international Keys of hope anlässlich des syrischen Bürgerkrieges im März 2016. Die Hilfsorganisation setzt dabei auf eine starke Symbolkraft: „Auf ihrer Flucht nehmen viele Syrer ihren Haustürschlüssel mit. Er steht stellvertretend für den Wunsch nach einem sicheren Zuhause und die Hoffnung, eines Tages in ihre Heimat zurückkehren zu können“, erklärt Christoph Klitsch-Ott, der stellvertretende Leiter von Caritas international. 

»Derzeit sind mehr als 12 Millionen Syrerinnen und Syrer auf der Flucht. Diese Menschen lassen alles hinter sich – ihre Familie, ihre Freunde, ihr Zuhause.«

Mit der Kampagne rückt Caritas international in insgesamt zehn bewegenden Videos, gedreht in Hamburg und Serbien, die Schicksale einzelner Flüchtlinge in den Fokus. Eine von ihnen ist Nagua Al Sabuni aus der syrischen Stadt Harasta. Sie floh, als die Panzer drohten, alles in Schutt und Asche zu legen.  „Ich habe den Hausschlüssel behalten, weil ich hoffe, zurückzugehen“, begründet sie ihre Entscheidung im Keys of hope-Interview. 

Und welche Schlüsselgeschichten können die Menschen in Ludwigsburg erzählen?

Dieser Frage widmet sich die Finissage am Sonntag, den 13.1.2019.
Dabei erzählen Menschen, die in den letzten Jahren nach Ludwigsburg flohen, ihre Geschichten von Flucht und Neuanfang.
Es erzählen aber auch Menschen davon, die nach dem Zweiten Weltkrieg oder in den 1970er und 1980er Jahren aus dem ehemaligen Ostblock flohen und in Ludwigsburg ankamen.
Vielleicht haben auch Sie etwas beizutragen zu diesem Erzählcafé der besonderen Art? 

Herzliche Einladung an alle interessierten Bürger*innen!